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Bayreuth, 23.IV.3006

Männer sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.

Jahrelang habe ich sie umgangen: die Semesteranfangsparty auf dem Herzogkeller. Ob es heute nacht Verzweiflung, Übermut, ein akuter Anfall von Realitätsferne oder Menschenliebe war, der mich dorthin brachte, lässt sich nicht mehr vollständig rekonstruieren. Vor allem wohl der Wunsch mal wieder zu tanzen.

Nunja, letzterer wurde vom DJ boykottiert, der einen schlechten Song nach dem andern spielte und selbst die paar guten Stücke so schlecht mixte, das nicht mehr viel zum Tanzen übrig blieb. Trotzdem haben wir es versucht. Was dann wieder von schaulaufenden Gänschen mit ihren Fanclub, Horden von Jungs, die nur im Rudel stark sind und auf der Tanzfläche stehenden obercoolen Nichttänzern behindert wurde. Irgendwann begann ich die Ellenbogen auszufahren, was ich aber ließ, als einer davon im fetten Bauch eines neureichen Ralph Lauren Polo Trägers stecken blieb. An vielen Stellen hättte ich mir ein langes, spitzes Fleischermesser gewünscht, um es jedem in den Rücken zu rammen, der meinen Tanzradius durchquerte.

Grundsätzlich hätte mir das alles nicht viel gemacht, wenn ich nicht schon wegen des Publikums frustriert gewesen wäre. Dass ich mit den anwesenden, in Gruppen pinkeln gehenden und große Augen zu Allem machenden Mädchen nichts anfangen kann, ist mir ja schon lange klar. Ich habe gelernt damit zu leben, dass es sie in meiner Welt gibt. Was mich heute so erschütterte, waren die zugehörigen Jungs. Milchbubis (alle irgendwie kleingewachsen und die 1,80 m Marke kaum überschreitend) in diversen lässigen Aufmachungen. Sie stehen mit versteinerten Gesichtern an der Theke oder am Rand der Tanzfläche, halten sich an ihrem Veltins V+ fest und checken Bräute aus. Sie lassen ihre Blicke über die Tanzfläche gleiten, schauen sich zwischendurch gegenseitig an und ich kann sie schon morgen gemeinsam von "der geilen blonden Braut" sprechen hören. Am Bild der gesichteten Mädels geilen sie sich noch die nächste halbe Woche auf, denken beim Masturbieren an sie und haben doch nicht einmal den Versuch gestartet die Frau anzufassen.

Wahrscheinlich bin ich hoffnungslos altmodisch, aber für mich hatte Disko und Tanzen immer etwas mit Erotik und Körperkontakt zu tun, war ein Hüftschwung die Verheißung von Sex und die Tanzfläche das Jagdrevier. Diese Zeiten sind wohl vorbei. Die Jungs von heute schaffen es maximal der Frau von Ferne in die Augen zu sehen und beim Rausgehen den billigen Spruch "Dir ist woh kalt" abzudrücken, wenn Frau sich ihre Jacke schnappt um schnellstmöglich der traurigen Party zu entfliehen.
23.4.06 02:11
 


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André (25.4.06 21:06)
Mein Bruder erzählte mir vor zwei Tage folgende tolle Geschichte aus dem Bereich der Wissenschaft:

Amerikanische Forscher *räusper* haben heraus gefunden, dass Fledermäuse mit einem größeren Gehirn kleinere Hoden besitzen, als die Durchschnittsfledermaus. Widerrum Fledermäuse mit einem kleineren Gehirn besitzen viel größere Hoden, als die Durchschnittsfledermaus. Angeblich wäre der Organimus nur in der Lage eins voll zu versorgen.

Ob dies nun der Beweis sein soll für den volkstümlichen Spruch, "Dumm fickt gut", oder männlich Geschöpfe ab einer gewissen Hodengröße wirklich mit ihnen nur noch denken, ist sehr fraglich. -> Wie gesagt es waren amerikanische Forscher...

Mir ist dein Problem auf der Tanzfläche nur zu gut bekannt, auch wenn ich genügend Geschichten zu dem Verhalten gewisser Mädels hier einfallen würden, aber egal.... ich halte das ja sowieso ganz anders


ZePpU / Website (14.5.06 13:17)
Ich muss den Kollegen André jedoch entschieden darauf hinweisen, dass Korrelation keinerlei Kausalität bedeuten muss!
Niemals vergessen!
Niemals nicht!

Ansonsten seufze ich eine Runde mit und hänge meinen Phantasien von den viel tolleren 80ern nach... I'm afraid times are changing.

Aber Kompliment auch von Viktor für die wundervolle Fleischermesserassoziation. Ich soll ausrichten, er habe die auch des öfteren.....

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