zuhoerlaute
  Startseite
    Weltbetrachtungen
    Geheule
    Liebe ist...
  Über...
  Archiv
  Soulfood
  Gästebuch
  Kontakt
 


 
Links
   vivisektion
   Froschfilm
   love economist
   Schuessler & Alburn
   Dr. Petzi & Co

http://myblog.de/zuhoerlaute

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Weltbetrachtungen

Bayreuth, Mittwoch 15.III.2006

Wale gehören nicht ins Schwimmbad.

Darf ich meine Entnervung kundtun? Ich war grad schwimmen. Ja, mich hat der Bewegungswahn übermannt. Nachdem ich mir zu Hause fast auf die Unterlippe trat und vor akuter Unlust handlungsunfähig war, entschloss ich mich dem Abhilfe zu schaffen und in städtische Bad zu gehen. So weit so gut.
Gut zufrieden kam ich im warmen Nebel der Schwimmhalle an, atmete die bläulichen Chlordünste ein und war noch ganz verwundert ob der Erfüllung meines Vorsatzes, da kreuzte auch schon ein Wal meine Bahn. Schnaufend, wie in Zeitlupe, von rechts nach links das Becken durchquerend. Und nicht nur einer, nein, da tauchte gleich ein zweiter Wal auf, nicht weniger massig als der zweite. Sie nahmen gleich drei Schwimmbahnen ein, sodass alle anderen Schwimmer und auch ich beständig um sie herum schwimmen mussten. Denn Wale sind langsam. Sie scheinen fast auf der Stelle zu stehen, im Wasser, den Bauch tief in die Wellen gelegt, stoßen sie das eingeatmete Wasser in gleichbleibenden Abständen hervor. Dabei scheinen sie ein tiefes Seufzen auszustoßen, dass der Massen Rechnung trägt, die sie durch das Becken stemmen. Noch faszinierender ist die Sprache der Wahle. Beim Schwimmen einander zugewannt scheinen sie sich über allerlei Sorgen auszutauschen, die das kleine Menschlein gar nicht erfassen kann.
Bei all dem haben sie etwas unheimlich Menschliches an sich und manchmal scheint es gar, als unterhielten sie sich in Oberfränkisch.

Eines ist klar: Wale gehören nichts ins Schwimmbad!
15.3.06 19:27


Werbung


Manchmal...

... liege ich nachts wach und frage mich, ob es moralische Menschen nicht einfacher haben. Eine schwarz-weiße Welt wäre viel leichter zu handhaben, als dieses Durcheinander aus Neugier, Rationalität und hoffnungsloser Romantik.

Dann wieder werde ich morgens wach und freue mich über meine Freiheit und plane, eine neue Dummheit zu begehen. Ganz ohne Reue. Ganz ohne? Hm, das wird sich hinterher rausstellen.

Bin gespannt welchen Zuhörlaut meine Therapeutin zu der neusten Geschichte wählt.

Frage des Tages: Wie gut muss Sex sein, um dafür 700 Kilometer weit zu fahren?
27.2.06 08:50


[erste Seite] [eine Seite zurück]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung