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London ist eine boese Stadt

Ich habe nur eine Entschuldigung: ich war betrunken.
In einen Club namens Inferno zu gehen musste eine schlechte Idee sein. Momentan bin ich dabei die Eindruecke zu verarbeiten. Dank sei hier Sarah gesagt, die mich durch ihr beherztes Antanzen immer wieder auf sicheren Grund zurueckgefuehrt hat. Von wem der Knutschfleck an meinem Hals ist, kann ich nicht genau sagen. Ich hoffe mal, dass es nicht der komische Typ war, der mir beim Verlassen der Lokalitaet dann wieder ueber den Weg lief. Wie soll ich auch wissen, wie ein Kerl aussieht, der hinter mir tanzt? Eine epistemologische Frage!
Ansonsten bedaure ich den Verlust meiner schwarzen Perlenohrringe. Lerne: fuer Abstuerze immer billigen Schmuck mitnehmen.
So, mein Magen schreit nach kaltem Wasser.

PS: London ist toll. Tate modern grandios, St. Pauls ganz schoen hoch und die Dekadenz einer Bootsfahrt auf der Themse bei strahlendem Sonnenschein gar nicht hoch genug einzuschaetzen.
4.3.06 11:30


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Doch nicht so böse

So, ich bin nun wieder im provinziellen Bayreuth gelandet, glücklicherweise bei Sonnenschein, was den Abschied vom sonnigen London erträglicher machte.
Die Stadt ist einfach toll, obwohl dreckig, obwohl laut - vielleicht auch deswegen. Mein absolutes Lieblingsmuseum ist das Victoria & Albert in South Kensington - mein häuslicher Instinkt scheint sich besonders für Alltagsgegenstände verschiedener Kulturen zu interessieren. Obwohl ein mittelalterliches Kirchenportal in einem von vielen Museumsräumen auch sehr meine Faszination geweckt hat. Meine Füße sind nun platt gelaufen, nachdem ich gestern auch noch shoppen war, am Wochenende sowohl das Britische Museum wie auch die Royal Academy besucht habe und auf Irrwegen von Mike und Stephen zum St. Michaels Theater geführt wurde, wo wir "The Mousetrap" von Agatha Christie gesehen haben.
Lichtblick meines Wochenendes war Mikes Freund Phil - der erste Engländer in meinem Bekanntenkreis, der "belch tennis" so eklig findet wie ich und nicht völlig vorpubertär anfängt zu sabbern, wenn er wippende Brüste sieht.
Ungeschlagen wird wohl mein Ankunftsabend sein, an dem mich Charlie, Mikes flatmate, aus dem Badezimmer brüllte, nur um dann den ganzen Raum vollzukotzen, den Kopf in das Wasser der Klospülung zu stecken, die halbe Nacht in der Badewanne zu schlafen und diese hinterher mit dunklen Spuren zu hinterlassen, die ich gar nicht so genau untersuchen wollte. Prost, Mahlzeit - so viel zum Kampftrinken der Engländer.
Wer mehr hören will weiß, wie er mich erreichen kann.
7.3.06 20:24


Prassel, prassel

An manchen Tagen sollte man im Bett bleiben. Wie ich es heute doch an den Schreibtisch geschafft habe, ist mir allerdings schleierhaft. Naja, jetzt hab ich das Buch durch, frage mich, warum ich es gelesen habe. Wissenschaftlicher Fortschritt, juhu.
Sonst mag ich Bayreuth ja sehr, aber nach einem WoE in London und in Anbetracht der Abwesenheit vieler relevanter Menschen, ist es ganz schön öde. Der Regen hilft auch nicht wirklich.
Nunja, was soll man machen?!? Ich verzieh mich auf die Couch und lese noch ne Runde.
Falls Ihr ne bessere Idee habt, meldet Euch doch einfach.
9.3.06 19:44


Bayreuth, Mittwoch 15.III.2006

Wale gehören nicht ins Schwimmbad.

Darf ich meine Entnervung kundtun? Ich war grad schwimmen. Ja, mich hat der Bewegungswahn übermannt. Nachdem ich mir zu Hause fast auf die Unterlippe trat und vor akuter Unlust handlungsunfähig war, entschloss ich mich dem Abhilfe zu schaffen und in städtische Bad zu gehen. So weit so gut.
Gut zufrieden kam ich im warmen Nebel der Schwimmhalle an, atmete die bläulichen Chlordünste ein und war noch ganz verwundert ob der Erfüllung meines Vorsatzes, da kreuzte auch schon ein Wal meine Bahn. Schnaufend, wie in Zeitlupe, von rechts nach links das Becken durchquerend. Und nicht nur einer, nein, da tauchte gleich ein zweiter Wal auf, nicht weniger massig als der zweite. Sie nahmen gleich drei Schwimmbahnen ein, sodass alle anderen Schwimmer und auch ich beständig um sie herum schwimmen mussten. Denn Wale sind langsam. Sie scheinen fast auf der Stelle zu stehen, im Wasser, den Bauch tief in die Wellen gelegt, stoßen sie das eingeatmete Wasser in gleichbleibenden Abständen hervor. Dabei scheinen sie ein tiefes Seufzen auszustoßen, dass der Massen Rechnung trägt, die sie durch das Becken stemmen. Noch faszinierender ist die Sprache der Wahle. Beim Schwimmen einander zugewannt scheinen sie sich über allerlei Sorgen auszutauschen, die das kleine Menschlein gar nicht erfassen kann.
Bei all dem haben sie etwas unheimlich Menschliches an sich und manchmal scheint es gar, als unterhielten sie sich in Oberfränkisch.

Eines ist klar: Wale gehören nichts ins Schwimmbad!
15.3.06 19:27


Lünen, 19.III.2006

Wie sich erkennen lässt, habe ich heute einen Ortswechsel vorgenommen. Nachdem ich um 5:40 aus dem Bett gepurzelt bin, habe ich mich auf den Weg nach Lünen gemacht. Bei strahlendem Sonnenschein fuhr ich los, ganz nach dem Motto "Wenn Engel reisen", bis ich dann hinter Schweinfurt in eine Nebelmilchsuppe hineinbrauste, die ich bis zu Hause nicht mehr los wurde.
Nunja, nach einem ausgedehnten Mittagsschlaf ist die Sonne auch hier angekommen (ja, ich fahre zu schnell) und ich werde gleich ein wenig vor die Tür gehen. Die Bayreuther Lünen-Fraktion ist also wieder komplett versammelt.
In den nächsten Tagen werde ich hier ein paar Sachen erledigen, bei denen ich anwesend sein muss: Arztbesuche, Versicherungskram, billiger Haarschnitt bei meinem Friseur seit Kindertagen...
Danach geht es weiter nach Ostfriesland. 700 km am Stück waren doch etwas weit, aber mit der Zwischenstation sind meine Kalkulationen positiv rausgekommen.

Motto des Tages: Wir sind zu jung, um keine Dummheiten zu machen.
19.3.06 15:24


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